ontron wurde im Jahre 2008 von den Direktorien zweier Krankenhäuser mit insgesamt ca. 2.000 Betten mit der Planung und Umsetzungsbegleitung einer Apothekenfusion betraut. Die beiden Apotheken waren in den Häusern sowohl für die Arzneimittel, als auch für die Medikalprodukte zuständig.
Nach einer Ist-Analyse wurden die Kerntätigkeiten definiert und Randtätigkeiten eliminiert. In der Soll-Konzeption wurden die Prozesse geplant und die dafür notwendigen infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen. Neben den Soll-Prozessen wurde eine neue Organisation geschaffen, die zukunftsgerichtet die Kernprozesse qualitätsorientiert absichert.
Ein besonderes Augenmerk galt auch der IT-technischen Verknüpfung eines Agfa-Systems (Orbis) mit einem SAP-System (SAP ERP+i.s.h.med). Aufgrund eines ausgefeilten Finanz- und Controlling-Systems sowie den logistischen Anforderungen in den Häusern reichten die Standardschnittstellen nicht aus. Seitens ontron wurde gemeinsam mit den Dienstleistern eine neue Middleware geplant, die nun auch komplexe Datenstrukturen zwischen den Systemen austauschen kann.
Weitere Aufgaben von ontron im Rahmen der Umsetzungsbegleitung gemeinsam mit den Fachverantwortlichen waren Planungstätigkeiten für den Umzug, die Warenbestandsübertragungen, Personaleinsatzpläne sowie die Erarbeitung von Anforderungs- und Belieferungszyklen. Für den zukünftigen Betrieb des Pharmazeutischen Zentrums wurde in Zusammenarbeit mit den Finanz- und Controllingabteilungen der Häuser eine Kostenverrechungsmethodik erarbeitet.
Im Ergebnis konnten die beiden ehemaligen Krankenhausapotheken Mitte 2009 erfolgreich zusammengeführt werden. Nach einer Einarbeitungszeit haben die neuen logistischen Prozesse gegriffen und werden nun stetig weiter entwickelt. Die in der Organisation verankerten Grundsätze ermöglichen der Apothekenleitung einerseits die Erhöhung der Qualität und anderseits eine deutliche Senkung der Kosten für Arzneimittel und Medikalprodukte.
